Bad Münstereifel
Etikette
 

Karate Do beginnt mit Respekt und endet mit Respekt

Das Dojo ist ein Ort der Ruhe, Ordnung, Zurückhaltung und Kultiviertheit.

Eine alte Weisheit sagt: "Wer die Form nicht erlernt, erlernt die Kunst nicht." (Konfuzius)
  • Karate-Do
  • Betreten des Dojo
  • Die Begrüßung
  • Zuschauer
  • denk nach
  • denk mit
  • störe nicht
  • sei 
  • ... pünktlich
    ... ernsthaft
    ... höflich
    ... lernwillig
    ... ein guter Übungspartner
    ... wachsam
    ... stark
    ... beherrscht
    ... gründlich
    ... sauber
    ... beständig


    Karate-Do Für Karateka ist das Dojo eine Stätte der inneren Sammlung Ordnung und Ruhe, ein Ort der Konzentration, Zurückhaltung und der Höflichkeit. Lautes und aufdringliches Verhalten sind daher ein Gräuel.
    Betreten des Dojo Beim Betreten oder Verlassen des Dojo grüßen wir mit einer leichten Verbeugung Ritsu-Rei Dieser Gruß gilt zunächst der Übungsstätte und dem Karate-Do, aber auch dem Lehrer (Sensei) und der Übungsgruppe. Handschlag und lautes "Hallo" oder "Tschüß" können daher getrost entfallen.
    Die Begrüßung Za-Rei.  Auf das Kommando des Meisters bzw. Lehrers stellen sich alle Karateka auf der Übungsfläche auf und zwar in der Rangfolge ihrer Gürtelgrade, wobei der höchste Gürtelgrad rechts steht. Es ist darauf zu achten, dass alle in einer Linie stehen. Dabei hat man sich nach rechts nach dem Ranghöchsten auszurichten. Nach dem Kommando "Seiza" setzen sich alle Karateka auf die Fersen, wobei sie zuerst mit dem linken, dann mit dem rechten Knie zum Boden gehen. Danach erfolgt das Kommando "Mokuzo". Die Teilnehmer sitzen aufrecht, still und lassen ihre Gedanken fließen. Nach einiger Zeit, erfolgt das Kommando "Mokuzo Yame"" vom höchsten Schülergrad. Der ranghöchste Schüler gibt nun das Kommando "Shomen-Ni-Rei" und alle Übenden verbeugen sich in Richtung nach vorne. Daraufhin dreht sich der Lehrer zu den Schülern, daraufhin gibt der ranghöchste Schüler das Kommando "Sensei-Ni-Rei" und alle Übenden verbeugen sich vor dem Sensei. Nach erfolgter Begrüßungs-Etikette steht zuerst der Sensei auf, dann folgen nach den Graduierungen alle Übenden. Man steht zuerst mit dem rechten Bein auf, dann mit dem Linken.
    Zuschauer Die Anwesenheit von Zuschauern ist nur nach Absprache mit dem Sensei gestattet. Wer sich für Karate interessiert kann auch gleich mitmachen.

    Sei pünktlich Vermeide es unbedingt verspätet zum Karate-Unterricht zu kommen. Sollte dies dennoch einmal der Fall sein, so grüße Lehrer und Gruppe kurz mit einer leichten Verbeugung, spar Dir alle Erklärungen und Ausreden, setze Dich am Eingang des Dojos in Seiza ab und warte auf ein Zeichen deines Lehrers, dich dort in der Gruppe einzuordnen, wo du als "Zuspätkommer" am wenigsten störst: ganz hinten nämlich!
    Störe nicht Das Verlassen des Dojo während dem Training gilt als unhöflich. Ist es dennoch einmal unumgänglich, so zeige deinem Lehrer die Absicht durch eine leichte Verbeugung an und warte auf seine Bestätigung. Melde dich auch wieder genauso korrekt zurück.
    Sei ernsthaft Wenn du die ganze Sache nur von der lustigen Seite her nehmen willst, so such dir bitte schnell eine andere "Sportart" aus. Karateka sind übrigens sehr lustige und fröhliche Leute, aber nur außerhalb des Unterrichts.
    Sei höflich Klatschen oder Pfeifen sind in einem Karate- Dojo völlig fehl am Platz! Unsere Zustimmung drücken wir lieber durch aufmunternden Zuspruch: "Oss" - sowie besonderen Einsatz und Anstrengung aus. Ein Karatelehrer braucht keine Beifallsbekundung. Als Sensei versucht er in jedem Training sein Bestes zu geben. Missfallenskundgebungen kennen wir nicht, dies wäre eine Beleidigung für den Lehrer und Schmähung der Übungsgruppe und der Partner.
    Denk nach Unterbrich nicht den Unterricht durch Fragen oder gar durch kluge Einwände! Die meisten Fragen lassen sich durch eigenes Nachdenken selbst beantworten, stiehl daher nicht durch deine Denkfaulheit den anderen Karateka und deinem Lehrer die Zeit. Nach dem Unterricht ist übrigens noch genug Zeit, Fragen und Einwände zu klären und zu besprechen.
    Sei lernwillig Die Unterrichtssprache ist grundsätzlich japanisch. Sämtliche Techniken des Karate sind durch japanische Begriffe eindeutig definiert. Für Anfänger können auch deutsche Umschreibungen, welche allerdings die japanische Terminologie teilweise nur unzureichend und ungenau übersetzen, verwendet werden. Alle Anfänger sind verpflichtet, sich nach und nach mündlich mit den wichtigsten japanischen Fachausdrücken vertraut zu machen.
    Denk mit Versuche immer, durch dein Verhalten und deine Mitarbeit zu einem reibungslosen Unterrichtsverlauf beizutragen. Sei immer aufmerksam, schnell und konzentriert. Bemühe dich, so weit mitzudenken, dass du der Situation immer die berühmte Nasenlänge voraus bist. Du willst Kämpfen lernen, da sind Wachsamkeit, Beobachtungsgabe und Mitdenken die Grundvoraussetzungen.
    Sei ein guter Übungspartner Zeige deinem Übungspartner, dass du ihn achtest. Streng dich an, ein fairer und guter Partner zu sein. Nimm deinen Partner ernst, unterschätze ihn niemals, trainiere aber auch nicht überheblich oder gar herablassend mit ihm. Überlasse Übungsaufforderungen immer dem älteren und höhergraduierten Partner.
    Sei wachsam Ob es um die Aufstellung der Übungsgruppe geht oder die Ausführung einer neuen Partnerübung. Sei so Wachsam, dass dir kein Fehler unterläuft. Jede Bewegung im Karateunterricht hat ihren Sinn, ihre Bedeutung, jedes Kommando verlangt deine volle Konzentration. Unachtsamkeit und Unaufmerksamkeit müssen im Karate-Unterricht vermieden werden, denn diese beiden sind die größten Fehler und führen sehr leicht zu Verletzungen.
    Sei stark Zeige nie deinem Partner ein Zeichen von Schwäche! Lass dir nicht anmerken, wenn du müde und erschöpft bist. Im Kampf wachsen deinem Gegner im gleichen Maße die Kräfte zu, wie du Schwäche zeigst. Setz dich während des Unterrichts nicht unaufgefordert hin; lege dich nicht hin, während sich deine Kameraden bei einer Übung anstrengen, wenn du selbst einmal eine Pause haben solltest. Während des Unterrichts stütz dich nicht ab, verlasse nicht deinen Platz, zappele nicht unnötig herum: ein Karateka hat seinen Geist und seinen Körper immer unter Kontrolle!
    Sei beherrscht Zeig in allen Situationen Selbstdisziplin und wahre die Beherrschung! Lerne deine positiven und negativen Emotionen zu unterdrücken.
    Sei gründlich Strebe immer nach dem höchsten Ziel: der Perfektion! Selbst wenn du sie nie erreichen wirst, allein der Weg (DO) zählt! Bereite alle Übungen konzentriert vor ("YOI"), schließe alle Übungen bewusst und konzentriert ab ("YAME"), dann erst kannst du Körper und Geist entspannen. Wehre dich gegen Müdigkeit, Unlust und Unaufmerksamkeit. Vergiss im Unterricht die Zeit, widme dich nur der Sache selbst, deiner Übung und deinem Partner. Lass dich nicht von aussen ablenken und lenke selbst nie einen ab! Auch wichtige Dinge haben oft eine halbe oder eine Stunde Zeit!
    Sei sauber Bei ausüben einer Kampfkunst kommen Menschen miteinander auf "Tuchfühlung" und in Kontakt. Daher müssen gewisse hygienische Grundbedingungen erfüllt und beachtet werden. Wasche dir grundsätzlich vor dem Unterricht die Füße, schneide Finger- und Fußnägel kurz und halte sie sauber. Achte auf die Sauberkeit deines Karate-Gi. Alkoholgenuss vor dem Karateunterricht: unmöglich! - Du willst doch nicht zur Gefahr für deine Partner werden? Ringe, Halsketten, Stecker jeder Art haben im Karateunterricht kein Platz. Kaugummi und Trinken während des Unterrichts: undenkbar!
    Sei beständig Du hast dich entschlossen, Karate zu lernen. Nun besuche regelmäßig deinen Unterricht. Dein Lehrer und deine Partner mögen es gar nicht, wenn du sie zu unnötigen Wiederholungen zwingst, nur weil du zu träge warst, deinen Unterricht zu besuchen.

    Stand 16.04.2004 ®